Sunday, June 26, 2005

Ein Marathon der etwas anderen Art

Nach dem Bike-Marathon letztes Wochenende in Freiburg stand dieses Wochenende ein Reisemarathon an. Dies war der Plan: Am Freitag Morgen Abflug in Spanien, nach Ankunft in USA Fahrt in den Norden, am Samstag ein 12-h Bikerennen, und am Sonntag zurueck.

Doch es sollte anders kommen...

Freitag, 5:30
Abfahrt ausm Hotel mit dem Taxi, kurz darauf Abflug aus Granada

9:00
Umsteigen in Madrid - aber der Folgeflug wurde gestrichen, d.h. ich komm nicht rechtzeitig fuer den Lufthansaflug nach USA in Frankfurt an. Shit. Nach langem Telefonat mit unserer Reisestelle Fluege umgebucht, und jetzt hab ich 1 h Zeit um in Madrid zum anderen Terminal zu rennen, meine Tickets abzuholen, und durch Security zu kommen. Stress.

11:00
Sitze schweissgebadet im Flieger nach USA, erst Huerde geschafft. Ich lieg noch im Rennen mit ner rechtzeitigen Ankunft in USA, so dass ich's zum Bikerennen schaffe.

15:00 local US-Zeit (21:00 in D)
Sitze im Anschlussflieger von New York nach Detroit, und auf einen Schlag wirds mir komplett schlecht. So schlecht dass ich sogar die Spucktuete benoetige. Neben mir sitzt ein dunkelhaeutiger Inder, dessen Hautfarbe sich bei meinem Anblick deutlich erhellt...

16:30
Kurz nach Landung sofort aufs Klo, und nochmals gespuckt

17:30
Und was kommt jetzt? Richtig geraten, nochmals gespuckt. Auf der Heimfahrt vom Flughafen, musste kurz anhalten und aus dem Auto rennen

18:00
Steig mal wieder ueber den Balkon mit einer kurzen Kletteraktion in meine Wohnung, da der Schluessel in der Tasche ist die durch die ganzen Flugumbuchungen natuerlich verloren ging.

18:01
Sofort ins Bett, und muss nur einmal aufstehen um - genau = zu spucken... Die ganze Zeit denk ich ans Radrennen das ich eigentlich vorhatte. Mit einem guten Ergebnis dort koennte ich mir so frueh in der Saison den Gewinn der "Michigan Endurance Series" sicherstellen.

22:00
Fuehl mich etwas besser, also aufgestanden, Sachen gepackt, noch kurz die fehlenden Lebensmittel einkaufen gegangen, und los gehts auf die 5 stuendige Fahrt in den Norden.

2:00 (Samstag morgen)
Schlafpause bis 5:30

8:00
Bin endlich am Ziel, muede aber sicher und inklusive kurzer Faehren-Fahrt auf der Insel "Drummond Island" angkommen, und erstmals nochmals 2 h ins Bett. Gegessen hab ich seit gestern nur ein paar Schnitze Wassermelone, und beim Gedanken an sonstiges Essen wirds mir immer noch schlecht. Bin mal gespannt wie das im Rennen werden soll...

12:00
Start

15:10
Ich fuehle mich komplett am Ende, es ist eine Bullenhitze, aber mich frierts die ganze Zeit. Jegliche versuche zu Essen schlagen fehl, alles kommt gleich wieder hoch; ich habe Muehe mit Fahrern mitzuhalten die ich sonst ganz locker wegputze. Mir wird klar dass die ganze Aktion ein Riesenfehler war, drum hilft nur eins: Runter vom Rad und rein ins Bett, wo ich dann die naechsten Stunden verbringe.

Bin ich eigentlich bloed oder was???

Alex

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